Mission Blumenkoffer: Hongkong

Von Bali ging es also weiter nach Hongkong mit einer Zwischenlandung in Brunei. Nochmals neue 3.427 km im Flugzeug Richtung China. Nun würden wir aber doch sicher in Kontakt mit Kunstblumen und Seidenblüten kommen, oder? Nach unserer Landung auf der chinesischen Halbinsel, die an der Mündung des Perlfluss liegt, waren wir also endlich in Hong Kong. Eine Stadt mit der höchsten Bevölkerungsrate der Welt, über 7 Millionen Menschen leben hier. Gesprochen wird Mandarin, Kantonesisch und Englisch. Für letzteres waren wir wirklich dankbar. Für unsere Hotelaussicht waren wir es eher weniger. Aber immerhin hat sie uns einen realistischen Überblick geschenkt. Willkommen in Hongkong!

Unser Zimmeraussicht über Hongkong – Der Smog verweigert uns die Sicht auf die Berge.

Die Stadt ist einfach immer in Bewegung. Harmonisch und Hektisch. Die Verschmelzung von Ost und West. Einige behaupten, dass hier die höchsten Lebenshaltungskosten der Welt herrschen. Das würden wir nun in den nächsten 1,5 Tagen nicht herausfinden können. Denn genau so lange waren wir hier. Die Zeit war also knapp und wir wollten sie unbedingt gut auskaufen.

Mit der Peak Tram rauf zum Victoria Peak in Hongkong

Als Reisetip für Hongkong wurde uns die Peak Tram auf den Victoria Peak empfohlen. Von dort hat man nämlich eine sehr gute Aussicht über die Stadt. Wobei Aussicht hier immer von den Smogwerten abhängig ist. Wir wollten uns diese Möglichkeit jedenfalls nicht entgehen lassen und kauften uns Tickets für die Standseilbahn. Der Bau der Bahn begann bereits 1885 und 1888 wurde sie feierlich eröffnet. Die Fahrt war nur ein kurzes Vergnügen denn bereits nach 5 Minuten waren wir am Victoria Peak angekommen. Dies liegt nicht daran, dass die Bahn etwa ein Hochgeschwindigkeitszug ist. Nein, mit ihren 21 km/h ist es eher eine gemütliche Auffahrt. Doch nach nur knapp 1,4 km ist man halt oben und somit am Ziel. Nun befanden wir uns knapp 368 Meter über dem Meer. Die Aussicht? Sie war fantastisch! Trotz etwas Smog konnten wir uns einen schönen Überblick über die Stadt verschaffen.

Die Aussicht über Hong Kong. Auf dem Victoria Peak ist das möglich.

Wenn der Tourist nun erstmal hier oben angekommen ist, dann möchte er auch unterhalten werden. Sollte die Aussicht nämlich einmal nicht so gut sein, wird so einiges anderes angeboten. Neben einem Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett mit sämtlichen asiatischen Stars und Sternchen gibt es auch noch Museen, Gallerien, Restaurants und Cafès. Doch wir genossen die Aussicht und planten unseren Rückweg zum Festland. Übrigens, Der Victoria Peak heißt auf chinesisch Tai Ping Shan und bedeutet soviel wie: Berg des großen Friedens. Könnte stimmen, wenn hier nicht so viele Menschen unterwegs wären.

Der Victoria Peak bietet so weit mehr, als eine gute Aussicht.

Genug von der Aussicht – weiter geht`s. Wieder unten angekommen, wollten wir mit einer kleinen Fähre über den Perlfluss hinüber zum Festland fahren. Der Name des Flusses geht auf eine Legende eines Mönchs namens Jiahu zurück. Ihm fiel eine glitzernde Perle ins Wasser. Sie funkelte Nacht für Nacht unten auf dem Flussbett aber es war niemand in der Lage sie zu bergen. Heute pendeln ständig Fähren zwischen seinen Ufern, und allgegenwärtig sind schwer beladene Lastkähne. Obwohl der Perlfluss, gemessen an seiner Wassermenge, einer der größten Flüsse in China ist, hat er offiziell nur eine Länge von weniger als 200 km. So weit sind wir allerdings nicht gefahren. Aber die Überfahrt war wirklich eine schöne Idee.

Mit der Fähre über den Perlfluss.

Die Aussicht hinüber zu Hongkong Downtown ist auch vom Wasser aus wunderbar. Die vielen Wolkenkratzer erinnern uns wieder daran wo wir sind. In einer ständig wachsenden Großstadt. 7 Millionen Menschen müssen schließlich einen Platz zum wohnen und arbeiten finden.

Seaside View: Vom Wasser aus hat meine eine fantastische Aussicht zu Hongkong Downtown.

Die Faszination der Großstadt ließ uns fast unser Ziel aus den Augen verlieren. Wir waren schließlich auf der Jagd nach künstlichen Pflanzen. Bisher waren wir dabei ja leider etwas erfolglos gewesen. Doch nun sollte sich das Kunstblumen Glück auf unsere Seite stellen. Plötzlich waren sie da. In Zahlreichen kleinen Geschäften, die ausschließlich Seidenblumen aller Art verkauften.

Kunstblumen in Hülle und Fülle. Hier gibt es Geschäfte, die auf Textilblumen aller Art spezialisiert sind.

Auch der Bambus ist hier allgegenwärtig. Während in Deutschland große Stahlgerüste aufgebaut werden, um Fassadenarbeiten zu erledigen, werden hier Bambusrohre miteinander verbunden und sollen mindestens für die gleiche Stabilität sorgen. Wir waren wirklich erstaunt über diese Konstruktionsweise.

Bambus wird vielseitig eingesetzt. Die Rohre werden für Fassadenarbeiten als Gerüst zusammen gebunden.

Die Stunden sind einfach verflogen und wir können überhaupt nicht glauben, dass es morgen schon wieder weiter geht. Denn von Hongkong nehmen wir diesmal den Zug nach Shenzhen, Guangzhou und Guangdong. Hier werden wir endlich auf die versprochenen Kunstblumen und künstliche Pflanzen treffen. Denn wir wurden in die Produktionsstätten eingeladen. Wir dürfen dabei sein, wenn Seidenblüten und Textilblumen geschaffen werden.

Hongkong by night – Eine Stadt die niemals schläft.

Voller Vorfreude und Neugier lassen wir den Tag in Hongkong ausklingen und genießen die Großstadtlichter bei Nacht. Eine Millionenstadt, die niemals schläft und die Lichter niemals ausschaltet. Wir rufen uns ein Taxi, welches uns wieder zurück zum Hotel bringt. Der Tag war lang, erfolgreich und spannend und morgen geht es dann gleich weiter.

Mit dem Taxi sind wir wieder sicher zum Hotel zurück gekommen.